Luxemburger Wort
23. Januar 2002
Anschaffung eines Blindenhundes ist kostspielig
Vereinigung "Amis et maîtres de chiens guides d'aveugles au Luxembourg" zog Bilanz
Am 20. Juni 2001 fand die Gründungsversammlung der Vereinigung "Amis et maîtres de chiens guides d'aveugles au Luxembourg" stattdies mit den Zielenin ehrenamtlicher Arbeit ein Ort der Begegnung für blinde und sehbehinderte Menschen zu sein und dabei zu helfenden betroffenen Personen die Möglichkeit zu bieteneinen Blindenführerhund unter den gegebenen Umständen zugesprochen zu bekommen. Dabei wird eine gegenseitige alltägliche Hilfe angebotendies auch in der Haltung und dem Zusammenarbeiten sowie -leben mit einem ausgebildeten Blindenführerhund.
Präsident Roland Welter eröffnete die erste Generalversammlung im Casino in Bonneweg mit der Begrüßung der Gäste und Mitgliederunter ihnen auch die Gründungsmitglieder Martine Stein-MergenLexy Nilles und Xavier Bettel. Der Präsident sprach sodann über die Zusammenarbeit der luxemburgischen Vereinigung mit den ausländischen Blindenhundeführerschulen in DeutschlandBelgien und Frankreichwobei im Nachhinein die Zusammenarbeit mit den französischen Schulenu. a. in Woippy in der Gegend von Metz besondere Beachtung fandda es in den anderen benachbarten Ländern unterschiedliche Ausbildungsmöglichkeiten gibtdie aber nicht den Anforderungen der luxemburgischen Vereinigung in der öffentlichen Überwachung entsprachen. Die Ausbildung eines Blindenführerhundes dauert dabei zwischen sechs Monaten und einem Jahr und kostet im Durchschnitt 13.000 Euro. Aus diesen Überlegungen heraus hat die Vereinigung auch ein Sammelkonto (1255/4256-4) bei der staatlichen Sparkasse eingerichtetda die Bereitstellung eines Blindenführerhundes für die betroffenen Personen nicht immer finanziell möglich ist.
Aus den Aktivitäten des noch jungen Vereins war zu ersehendass die Statuten im Memorial des Monats Juli veröffentlicht wurden und Besprechungen mit den beteiligten Organisationen und Instanzenu. a. mit Familienministerin Marie-Josée Jacobsgeführt wurden. Weiterhin intervenierte die Organisation zur Einhaltung der Rechte ihrer Mitgliederwobei besonders bei der Ausweisung einer blinden Person mit ihrem Blindenführerhund aus einem Geschäft in Esch/Alzette die Mithilfe des Geschäftsverbandes aus der Minettemetropole eine große Hilfe darstellte.
Nach dem Vorlegen eines ausführlichen Finanzberichtesder bereits in den ersten Monaten einen bemerkenswerten Überschuss aufwieswaren es die anwesenden Gemeindepolitikerdie der Vereinigung ihr Lob zur Gründung des Vereins aussprachenwobei aus allen parteipolitischen Richtungen die weitere Unterstützung zugesagt wurde.
Der Vorstand setzt sich zusammen aus: Präsident Roland WelterVizepräsidentin Carine BunySekretärin Josiane RommesKassierer Léon Welter und den Beisitzenden Melanie FlammangPierre GilbertzRenée MichelCatherine SchneiderJacky Thill und Christiane Welter. Als Kassenrevisoren fungieren Chantal Welter und Matthias Schmitt.
LD